Bokashi im Garten

Die Herstellung von Bokashi in einem Eimer, ist eine gute Möglichkeit, eine überschauliche Menge Bokashi herzustellen. Dieser ist für den Einsatz im Garten oder auf dem Balkon ideal.
Was aber, wenn der Garten sehr groß ist oder man Tiere hält?
Lässt sich mit dem Rasenschnitt, Pflanzenresten und Tierkot ebenfalls eine größere Menge Bokashi herstellen?
Wir zeigen Ihnen zwei Möglichkeiten auf, eine größere Menge Bokashi im Garten herzustellen.

Wie Sie einen Bokashi Behälter für den Garten bauen

Ein normaler Bokashi Eimer, hat ein ungefähres Volumen von 15 Litern.
Wer seine Gartenabfälle verwerten möchte, benötigt weit mehr Volumen.
Als Behältnis eignen sich die folgenden beiden Dinge:

  • Robuster Laubsack
    Hängen Sie den Laubsack ein wenig erhöht auf, so das Zwischen Sackboden und Boden ca. 40 cm liegen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Gartenabfälle noch bequem hineingeben können.
    Schneiden Sie eine Ecke des Sacks ca. 5 cm auf, rollen sie ein wenig auf und verschließen Sie die Ecke mit einer festen Klammer. Dadurch können Sie die autretenden Kompostsäfte ablassen.
  • Regentonne mit Ablaufhahn
    Vorbereitete Regentonnen mit einem Fassungsvermögen von gut 300 Litern, gibt es schon mit vorbereiteten Ablaufhähnen. Es macht allerdings Sinn, diese bald gegen einen Messinghahn zu tauschen, da sie durch die Witterung und dem Ablassen des Kopostsaftes, erhöhnt beansprucht werden. Das kann zu einem Abbrechen des Hahns führen.
    Sollten Sie eine Regentonne ohne Ablaufhahn zu Hause haben, bohren Sie so weit unten wie es geht ein Loch in die Fasswand und drehen Sie den Messinghahn hinein.

Der Rasen Bokashi

Wer in seinem Garten eine große Rasenfläche hat, kann den Schnitt nach dem Rasenmähen sehr gut zu Herstellung von Bokashi nutzen.
Auch hier sind die Mikroorganismen von Entscheidender Bedeutung, um den Verwertungsprozess in Gang zu bringen.
Hier zwei Möglichkeiten um mit Rasenschnitt, Bokashi im Garten herzustellen:

Rasenschnitt ergibt hervorragenden Bokashi
  • Vor dem Mähen
    Dabei wird mit einem Düngermischgerät für den Gartenschlauch und einem Liter Effektiver Mikroorganismen, die Rasenfläche eingesprüht. Anschließend wird der Rasen gemäht und der Schnitt in den Bokashi-Sack oder die Tonne geworfen und gut verdichtet, um überflüssige Lufteinschlüsse aus dem Rasenschnitt zu entfernen.
    Wie bei dem kleinen Bruder aus der Küche, werden zum Schluss Steine oder ein Sack mit Sand auf den Rasenschnitt gelegt, um ihn vom Sauerstoff fern zu halten.
  • Nach dem Mähen
    Mähen Sie zuerst den Rasen und lassen sie ihn, wenn noch feucht, ein paar Stunden auf dem Rasen trocknen. Geben Sie ihn danach in den BokashiSack oder die Tonne und besprühen Sie jede Schicht mit den unverdünnten Mikroorganismen.
    Achten Sie auch bei dieser Variante auf das Verdichten des Materials, damit sich keine Luftschichten im Rasenschnitt ansammeln. Dies würde zu einem Faulen des Bokashis führen.

Sowohl bei der Sack-, als auch bei der Tonnenvariante, sollten Sie darauf achten, alle zwei Tage den Kompostsaft abzulassen. Diesen können Sie auffangen und ebenfalls zum düngen verwenden.
Nach ca. 2-3 Wochen im geschlossenen Sack oder der Tonne, ist der Rasen Bokashi fertig zur Verwertung.
Rasen Bokashi ist allerdings sehr Stickstoffreich und damit eine ware Düngerbombe für Pflanzen. Um zu vermeiden, dass die Pflanze zu schnell wächst, vermengen Sie den Bokashi mit Urgesteinsmehl, um ihn für die Pflanzen bekömmlicher zu machen.

Der Garten Bokashi

Diese Art und Weise, Bokashi im Garten herzustellen, ist schon seit langer Zeit in der Landwirtschaft üblich.
Das selbe Prinzip, wirkt bei den guten alten Misthaufen auf den Bauernhöfen, die mit Muschelkalk und Urgesteinsmehl vermengt werden.

  • Um selbst den Garten- oder Bauern Bokashi herzustellen, können Sie wieder den oben erwähnten Laubsack oder die Regentonne preparieren.
    Füllen Sie Tiermist und Pflanzenreste wie Laub oder feinen Strauch– oder Blumenschnitt hinein und vermengen Sie den Abfall mit dem Muschelkalk und dem Urgesteinsmehl.

Auch der Garten Bokashi, ist nach 2-3 Wochen einsatzbereit.